Kabelbinder Möbel als Treppenmöbel

Kabelbinder-Möbel

Möbel, 2000
Über die Idee, Holz wie Stoff "zu nähen", fand ich zum Binden. Es ist so herrlich einfach. Zwei Bohrungen und ein Kabelbinder erfüllen die Aufgabe, zwei Teile aneinander zu halten.

Die Idee zu den Kabelbinder-Möbeln kam mir während meines Stipendiums der Akademie Solitude. Als Tischler hatte ich die traditionellen Holzverbindungen kennengelernt. Im Studium folgte die Auseinandersetzung mit weiteren Verbindungstechniken; nageln, leimen, schrauben, schweißen, verpressen, stecken, klammern – warum nicht nähen?

Aus dieser Idee sind Möbel entstanden, die mit einer Hand voll Kabelbindern überall und vor Ort entstehen.

"illegal" heissen die Kabelbinder-Regale, die von GEA in Österreich produziert und verkauft werden. Ursprünglich sollte es "egal" heißen, doch diese Namensgebung wäre illegal, teilte uns Nils Holger Moormann mit, der unter diesem Namen ein Regal von Axel Kufus vertreibt. Heini Staudinger und ich entschieden uns für "illegal". Ist auch egal.

Der "ad hoc ker" ist ein kleines, beinahe unprätentiös wirkendes Sitz- und Stapelmöbel. Er bietet sich im alltäglichen Gebrauch als Hocker, Beistelltisch, Regal oder Notsitz an: 5 wasserfeste und mit Phenolharz farbig belegte Multiplexplatten werden mittels Kabelbinder miteinander "verknotet". Eine dauerhafte wie elastische Verbindung. Der Aufbau selbst ist unaufwendig und nimmt maximal 10 Minuten in Anspruch – "ad hoc" eben!

Treppenmöbel mit Kabelbindern Schrems
Regalturm mit Kabelbindern
ad hocker

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